Gestärkt durch das Weiterkommen im Pokal und zwei intensiven Trainingseinheiten, wollte unser Team heute den ersten Dreier dieser Saison einfahren. Die Voraussetzungen waren idealer. Die Mannschaft war top motiviert, das Wetter und die Platzverhältnisse perfekt und mit dem SV Roland Belgern begrüßten wir einen alten Bekannten im Waldsportpark.

Unser Team startete wie folgt:

1 Maxi Kaiser (TW), 5 Michael Winkler, 7 Robin Heitele, 8 Hans August Schwarzer (Gustel), 9 Dennis Heitele (Arni), 10 Dennis Große (C) (Schnucki), 11 Lukas Jan Haynitzsch, 12 Maurice Rohr, 13 Leon Hedrich, 14 Marcel Bela (Flexer), 17 Tobias Stumpp (Stumppi)

Ersatz: 18 Partick Jonack (Pii Jay), 2 Max Seehaus, 3 Adrian Mittelstraß (Adi) u. 6 Mark Felgner

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Kurz vor 15:00 Uhr (14:58 Uhr) pfiff der Schiedsrichter Sebastian Haut die Partei an. Unsere Mannschaft übernahm mit Anpfiff die Spielkontrolle und versuchte über viel Ballbesitz und Kurzpassspiel Ball und Gegner laufen zu lassen.

Unser Ziel war es, sofort Druck auf den ballführenden gegnerischen Spieler auszuüben und diesen bereits tief in der eigenen Hälfte zu attackieren. Wir stellten die Passwege geschickt zu und verteidigten sehr hoch. Diese Spielweise erfordert sehr viel Laufbereitschaft und Antizipation unserer Innenverteidigung.

In der 4. Minute wurde diese bereits das erste Mal geprüft. Als Maurice den ersten gegnerischen Angriff gekonnt im 1:1 löste und seinen Gegenspieler sehr gut ablief.

Im direkten Gegenzug kam unsere Mannschaft zu ihrer 1. Torchance. Dabei wurde unser Lukas tief in den gegnerischen Strafraum geschickt. Der herauskommende Torhüter konnte den Schuss von Lukas gerade noch blocken. In der 6. Minute war es unser Schnucki, der freistehend ca. 14 Meter vor dem Tor, die nächste Naundorfer Chance verbuchte.

Nach 10 Minuten hatten wir die Partie sehr gut unter Kontrolle. Unsere Mannschaft bestimmte klar das Spielgeschehen, war spielbestimmend und hatte ca. 70% Ballbesitz. Allein die zwingenden Torchancen bzw. ein gefährlicher Torabschluss fehlten uns noch. Der SV Roland Belgern versuchte durch lange Bälle in die Spitze vereinzelt für Entlastung zu sorgen.

In der 18. Spielminute war es dann so ein langer Ball, welchen die Belgerner geschickt festmachten, tief in die Spitze spielten und im 4:2 auf unser Tor zuliefen. Aber auch dieses Mal war unser Maurice auf dem Posten und klärte die Spielsituation souverän.

Zwischen Spielminute 19. und 20. hatte erst unser Stumppi, dann unser Gustel die Führung für den SV Naundorf auf dem Kopf bzw. Fuß – leider ohne Erfolg. Die beiden Chancen waren sehr gut herausgespielt. Insbesondere im Pressing eroberten wir sehr viele wichtige Bälle in gefährlichen Zonen. Mit schnellem Umschaltspiel erzeugten wir Druck auf das gegnerische Tor.

Ab Mitte der ersten Halbzeit kämpfte sich der SV Roland Belgern dann mehr und mehr zurück in die Partie. Insbesondere im Mittelfeld zwang der Gegner uns zu leichten Fehlern. Die zunehmende Verunsicherung war unserem noch jungen Team deutlich anzumerken. Hatten wir in den ersten 25. Minuten doch sehr viel investiert. Von außen sah es so aus, als ob wir einen Gang zurück und die Belgerner einen Gang hochschalteten.

Zwischen der 30. u. 35. Spielminute hatte der SV Roland Belgern drei sehr gute Torchancen, die wiederrum Maurice bzw. unser Maxi vereitelten.

In der 35. Spielminute musste dann auch noch unser Gustel verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Wir wünschen dir gute Besserung. Für Gustel kam unser Adi in die Partie - ein positionsgetreuer Wechsel.

Der SV Roland Belgern versuchte in dieser Druckphase unsere Verunsicherung auszunutzen. In der 37. Spielminute war es dann Lukas Schmidt, der eine Unachtsamkeit in unserer Hintermannschaft ausnutzte und das verdiente 0:1 für den Gegner erzielte.

Unser Team versuchte sich irgendwie in die Halbzeit zu retten. Wie ein angezählter Boxer taumelten wir im Ring herum und sehnten dem Pausen-Gong entgegen. Der SV Roland Belgern verpasste es, zu unserem Glück, noch ein weiteres Tor zu erzielen.

Fazit der 1. Halbzeit: Sehr stark gestartet, die wohl besten 20. Minuten dieser Saison gespielt, leider nichts Zählbares erspielt, Mitte der 1. Hälfte einen Gang zurückgeschaltet und den Gegner damit stark gemacht.

Die 2. Hälfte startete so wie die 1. Hälfte begonnen hatte. Wir wollten nicht schon wieder mit leeren Händen vom Spielfeld gehen. Entsprechend hing sich jeder voll rein und wir versuchten das Spielgeschehen wieder an uns zu reißen. Dies gelang uns sehr gut. Mit zunehmender Spieldauer merkte man dem Gegner den Verschleiß deutlich an. Unser Team spielte bedingungslos nach vorn.

Auch die Einwechslung von Adi machte sich bemerkbar. Unser Adi ist ein Spieler, der nicht lange fackelt und gleich den Abschluss sucht. Eine erste Kostprobe davon folgte in der 50. Minute. Nach einem guten Zuspiel von Stumppi in zentraler Lage, legte sich Adi den Ball kurz vor und schloss direkt ab, leider leicht drüber.

In der 59. Spielminute war es dann unser Robin, der nach schönem Zuspiel von Schnucki den gegnerischen Torhüter ein weiters Mal prüfte – leider zu lasch geschossen.

Kurz darauf war für unseren Kapitän Schluss. Verletzungsbedingt kam unser Mark für Schnucki in die Partie.

Unsere Mannschaft spielte weiterhin nach vorn. Wir versuchten den Gegner, dessen Kräfte weiterhin schwanden, bereits frühzeitig unter Druck zu setzen und Ballverluste zu erzwingen. In der 69. Spielminute kam unser Lukas frei vor dem gegnerischen Tor zu Abschluss. Wieder hielt der Torhüter gut. Die nächste sehenswerte Torchance für unser Team hatte unser Stumppi in der 74. Spielminute, als der gegnerische Torhüter und sein Innenverteidiger sich gegenseitig behinderten und unser Stumppi aus spitzem Winkel zu Abschluss kam. Der zweite Innenverteidiger konnte den Ball gerade noch klären – zum Haare ausreißen. Will der Ball denn überhaupt nicht über die Torlinie?

Die Zeit lief uns davon. Wir hatten nur noch 15. Minuten um unser Versprechen in die Tat umzusetzen.

In der 78. Spielminute war es dann unser Adi, der mit einem direkten Freistoßtor aus halb linker Position, unsere Herzen höherschlagen ließ. TOR, TOR, TOR. Wir können es doch noch.

Beflügelt durch dieses Tor sollte jetzt auch noch der Siegestreffer her. Wir spielten volles Risiko und lösten unsere vierer Kette temporär auf, in dem wir unsere Innenverteidiger mit ins Offensiv-Spiel einbanden, um mehr Druck zu erzeugen. Dies wäre in der 82. Minute fast schief gegangen, als durch eine kleine Unachtsamkeit der Belgerner Stürmer allein auf unseren Maxi zulief. Maxi blieb lange stehen und parierte riesig - man ist der cool der Typ.

In der 85. Spielminute eröffnete unser Mark mit einem Pass in die Tiefe auf Lukas, dieser spielte flach von der Grundlinie in den 5. Meterraum. In diesem kam unser Stumppi zu Fall, der Ball rollt durch auf Flexer, der schließt sofort flach ab. Der Ball wird auf der Linie geklärt, manche sagen der Ball sei bereits hinter der Linie (wir werden es nie erfahren), welchen der herbeisprintende Mark direkt aus ungefähr 16 Metern (in Wirklichkeit wahrscheinlich eher 11 😉) unter die Latte nagelt. 2:1 - Spiel gedreht. Und jetzt bitte Abpfiff. Leider waren immer noch 5 Minuten + Nachspielzeit zu gehen.

Diese sind schnell erzählt. Der SV Roland Belgern warf alles nach vorn. Unser Team verteidigte mit Mann und Maus. In der 92. Spielminute wechselte unser Trainerteam noch einmal um Zeit von der Uhr zu nehmen. Unser Max betrat für unseren Stumppi das Feld. Die letzte Chance in der Partie hatte der SV Roland Belgern. Am Spielstand sollte diese aber nichts mehr ändern.

Nach 95 sehr packenden Spielminuten in einer sehr guten und fairen Partie war endlich Schluss. Wir haben unser Versprechen eingehalten und den ersten Dreier dieser Saison eingefahren.

Das Trainerteam hat dabei alles richtig gemacht und mit seinen Wechseln den Grundstein für den Sieg gelegt. Spieler der Partie ist unser Maurice.

Wir wünschen dem SV Roland Belgern viel Erfolg für die kommenden Spiele.

Ein großer Dank geht wieder an unsere zahlenreichen Fans, die uns wieder tatkräftig unterstützt haben.

Liebe Grüße euer Mark

PS: Danke an Denny für die Mitschrift in der zweiten Hälfte und an Maria für die Fotos.

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