Ich für meinen Teil konnte terminbedingt erst am Samstagmorgen anreisen und verpasste somit die erste Laufeinheit sowie das Frühstück, stieg also kalt in die Spielformen ein, welche sich unsere Trainerfüchse ausgedacht haben und mit Akribie verfolgten. Der letzte Platz sollte sich seine schlechte Leistung hinter die Ohren schreiben und wurde deshalb dazu verdammt, dem gesamten Team einen Kasten Bier auszugeben.

 Mit diesem Druck begann also unser kleines Turnier über den Vormittag, welches mein Team leider verlor und ich – kaum anwesend – auch schon mein erstes Geld lies.

Nach einer kurzen Stärkung ging es dann – anders als bei den Profis – zum Kulturprogramm über, um Land und Leute sowie die Gepflogenheiten der Region kennenzulernen, immerhin sind wie als Breitensportverein auch der Bildung von Persönlichkeiten verpflichtet! ;)

Nach guten 30 Minuten Fahrt kamen wir an der Sektkellerei Rotkäppchen an und erfuhren in einer wirklich interessanten Tour alles über das Unternehmen und die Sektherstellung. Eine kleine Verkostung durfte da natürlich nicht fehlen.

Der Abend verlief dann mit der Spielvorbereitung, isotonische Hopfenschorlen wurden getrunken um den Körper auf die große Anstrengung vorzubereiten, dazu die Taktik und Strategie erarbeitet, in neufußballdeutsch auch „Matchplan“ genannt.

Am nächsten Tag stand dann unser zweites Testspiel im Trainingslager gegen die TuS Leutzsch an.

Die Leutzscher stehen im oberen Mittelfeld der Stadtliga und sind mit einem breiten Kader aufgestellt, hatten am Wochenende in heimischen Gefilden auch ein Trainingslager absolviert, ein guter Gegner an dem man sich messen kann also für so ein „Abschlussspiel“.

Pünktlich mit Ankunft in Leipzig setzte ein mittelgroßer Schneesturm ein, welcher uns arktischen Wind und Schnee um die Ohren pfeifen lassen sollte, das Verletzungsrisiko war also hoch und jedem war unsere aktuelle Gesundheitssituation bewusst, sodass niemand unnötig hart in Zweikämpfe gehen sollte.

In unserer Startelf trainiert von Hellfried Krause und Maximilian Huth standen Patrick Jonack(1), Ibrahim Soumaroro(2), Roy Herinitz(4), Michael Winkler(5), Mark Felgner(6), Dennis Heitele(9), Dennis Große(10), Luis Barth(12), Leon Hedrich(13), Robin Makschinski(14) und Denny Köhler(15).

Um den Platz liefen anfangs Alex Fleck(7) und Tom Rothfeld(16).

Das Spiel begann mit viel Druck der Leutzscher nach vorn, welche oft über ihre rechte Seite versuchten unsere Abwehr zu überlaufen, was jedoch schwer gelang und wenn doch einmal, PJ den Ball klären konnte. Nach 25-30 Minuten flachte der Angriffsfußball der Grün-Weißen ab und viele Szenen im Mittelfeld spielten sich ab, wo gerade Leon viele Zweikämpfe gewinnen konnte oder Bälle gut behauptete und verteilte. So entstanden auch beide unserer Tore.

Vor dem ersten Tor behauptete Leon einen Ball, ließ ihn auf Luis prallen, welcher Robin ins Laufduell schickte. Robin hatte an diesem Tag dabei häufig das Nachsehen, in dieser Situation konnte er jedoch nur mit einem Foul in mittiger Position etwa 20m vom Tor entfernt gestoppt werden. Den anschließenden Freistoß trat Denny dann scharf aber gekonnt ins lange Eck des Keepers unter die Latte sodass der Ball eigentlich nicht zu halten war. Nach solider Abwehrleistung also 1:0 für den SVN.

Den Doppelschlag vollenden sollte ein mustergültiger Spielzug über die rechte Seite. Roy hatte den Ball im mittlerweile tiefen Schnee zugespielt bekommen und geriet unter Bedrängnis, spielte den Ball dann (absolut richtig) auf Leon, welcher Denny auf dem Flügel starten sah und den Ball erstklassig weiterleitete. Denny setzte seine Geschwindigkeit ein, lief seinem Gegenspieler davon und netzte zum 2:0 ein.

Nach dem Pausentee und den Auswechselungen von Mark und Dennis G. gaben wir unseren hart erarbeiteten Respekt schnell wieder her. Fehlende Laufbereitschaft und Strukturmangel auf unserer Seite wurden von den Leutzschern, welche im Gegensatz zu uns viele frische Spieler bringen konnten, schnell erkannt und genutzt.

Nun liefen die Angriffswellen über alle Seiten gegen uns, mal ein Tor über links, mal über rechts oder ganz frech durch die Mitte, wir hatten den TuSlern nichts mehr entgegenzusetzen und liefen nur noch hinterher, da unsere Abstände oft zu groß waren.

Fazit des Spiels war für uns, dass wir auch mit solchen Mannschaften mithalten können oder ihnen unseren Stempel ausdrücken können, jedoch nur, wenn wir auch über die Fitness verfügen, dieses Tempo über 90 Minuten gehen zu können. Den Grundstein dafür haben wir mit einem guten und auch lustigen Trainingslager gelegt, nun gilt es unsere Fitness bis zum Rückrundenbeginn in den Gang zu bringen und dann Gas zu geben!

euer 9er vom SVN

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