Am vergangenen Sonntag empfingen wir den ESV Delitzsch. Bei bestem Wetter lockte diese Partie zahlreiche Zuschauer in den heimischen Waldsportpark. Die Rollen in diesem Spiel waren klar verteilt. ESV Delitzsch als ungeschlagener Tabellenführer und Absteiger aus der Landesklasse auf der einen Seite. Wir als Tabellenschlusslicht und Aufsteiger aus der Kreisliga auf der anderen Seite. Außerdem plagen uns große Verletzungssorgen, sodass wir wieder mit einer veränderten Startelf ins Spiel gehen mussten.

1 Christian Krüger (TW), 3 Adrian Mittelstraß, 4 Roy Heinitz, 5 Michael Winkler, 6 Mak Felgner, 7 Kevin Danneberg, 8 Stefan Raudnitzschka (C), 9 Dennis Heitele, 10 Dennis Große, 14 Alexander Fleck, 16 Tom Rothfeld                                                                                    

Ersatz: 2 Ibrahim Soumaoro, 12 Tino Kleinig, 22 Patrick Jonack (ETW)                              

Trainer: Hellfried Krause

Unsere Ausrichtung für dieses Spiel war ganz klar. Das Hauptaugenmerk lag auf der Defensive. Wir wollten eng am Gegner stehen und wenig Torabschlüsse zulassen und nach vorn über unsere Sturmspitze Raudi immer wieder Nadelstiche setzen. Mit Anpfiff der Partie, durch Schiedsrichter Sascha Haupt, zeigte sich die taktische Ausrichtung sofort. Wir standen dicht gestaffelt in unserer Hälfte und die Eisenbahner nahmen das Heft des Handelns in die Hand. In den ersten Minuten sorgten Sie noch mit Diagonalbällen auf die Außenspieler für Gefahr. Doch dies bekamen wir dann auch recht gut in den Griff. Sodass sich das Spiel dann hauptsächlich im Mittelfeld abspielte. Gerade unsere zentralen Mittelfeldspieler eroberten immer wieder stark den Ball. Im Spiel nach vorn fehlte dann allerdings oft die Genauigkeit oder die Anspielstationen. Trotzdem konnten wir uns 2-3 gute Chancen herausspielen, doch auch da fehlten uns Genauigkeit und Glück. Somit ging es mit einem gerechten Unentschieden in die Halbzeit.

Natürlich hatten wir uns für die zweite Hälfte vorgenommen genau so weiter zu machen und so lange wie möglich das 0:0 zu halten. Am besten bis zum Abpfiff. Doch dieses Vorhaben scheiterte schnell. In der 46. Spielminute bekamen die Delitzscher einen Eckball zugesprochen. Bei diesem zeigte sich dann ihre ganze Klasse. Der Eckball kam in Richtung Elfmeterpunkt wo Danny Hauschild gut freigeblockt wurde und unbedrängt einköpfen konnte. Unser Vorhaben solange wie möglich die Null zu halten, war damit natürlich ad acta gelegt und unser aufgebautes Selbstvertrauen bekam einen kleinen Knacks. So bekam Delitzsch in der 52. Minute einen Freistoß in aussichtsreicher Position. Den Schuss konnte Krügi noch stark abwehren. Doch der Ball blieb im Strafraum und im Gewusel behielt ein Delitzscher Angreifer die Übersicht, 2:0. Endgültig den Deckel drauf machte Delitzsch nur 5 Minuten später. Wieder war es eine Standartsituation. Konnte unsere Mauer den Freistoß noch abblocken, so waren wir nicht in der Lage den zweiten Ball auf die Außenbahn und die darauffolgende Flanke zu verhindern. Abstimmungsprobleme sorgten für Durcheinander in der Hintermannschaft und am langen Pfosten schob ein Eisenbahner frei zum 3:0 ein. Dies war in kürzester Zeit natürlich ein herber Rückschlag und die Gefahr nun komplett auseinander zu brechen groß. Doch allen Spielern auf dem Feld war anzumerken, dass sie sich keinesfalls aufgegeben hatten. Mit großer Moral, Willen und Leidenschaft kämpften wir uns zurück in die Partie und konnten Delitzsch weiterhin Paroli bieten. So kamen wir auch nochmal zu 2 guten Chancen. Die aber leider ihr Ziel verfehlten. Delitzsch machte es dann doch noch einmal besser. In der 72 Minute flog ein langer Ball aus dem Mittelfeld auf die linke Seite des Sechzehnmeterraumes. Unsere Abwehr verschätze sich und Ramon Kaselowsky spekulierte sehr gut. Mit einem sehenswerten Seitfallzieher schloss er ins lange Eck ab und besorgte den 0:4 Endstand aus unserer Sicht.

Trotz der am Ende wieder deutlichen Niederlage, war ein klarer Schritt nach vorn zu erkennen. Wir konnten diesmal bis zu 90 Minute mithalten und zerfielen nicht in Einzelteile. Chancen aus dem Spiel heraus konnte sich Delitzsch nur wenige erspielen. Doch unsere Schwäche bei Standards ist in dieser Liga eklatant. Daran müssen wir nun intensiv arbeiten und dann werden wir auch bald die ersten Punkte in der Nordsachsenliga einfahren.

Beste Grüße Euer Tom

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